Ulrich Woelk
Der Sommer meiner Mutter
Roman

Der elfjährige Tobi fühlt sich im Sommer 1969 gut in seiner ersten Levis-Jeans und weiß alles über die bevorstehende Landung der Apollo 11 auf dem Mond. Auf den Straßen von Köln wird gegen den Vietnamkrieg protestiert, und im Reihenhaus nebenan ziehen neue Nachbarn ein. Als der Sommer zu Ende geht, wird in Tobis Leben nichts mehr sein, wie es vorher war. Ein Roman, der einen unmittelbar in die Zeit der 1970er hinein katapultiert – lakonisch im Tonfall und trotzdem von ungeheurer Wucht!

Tobis Vater spritzt seine Obstbäume gerade mit einer Mischung aus Wasser und E605 vor Schädlingsbefall, als im Nachbargarten zum ersten Mal die fröhliche und neugierige Frau in Jeans und bunter Bluse auftaucht: Uschi Leinhard. Tobis Eltern, Eva und Walter Ahrens, gehören eher zu den konservativen Bürgern, zumindest zu Beginn jenes Sommers. Die Bekanntschaft mit den neuen Nachbarn Wolf und Uschi, die ihre Tochter Rosa nach Rosa Luxemburg benannt haben, wächst sich zu einer Freundschaft unter gleichaltrigen Paaren aus. Als sich in dem Kleeblatt noch mehr anbahnt, knistert die Luft in der Reihenhaussiedlung am Stadtrand von Köln, und das tut sie auch für Tobi. Denn die 13-jährige Rosa führt ihn in die Dunkelkammer erotischer Geheimnisse.

Ulrich Woelks neuer Roman erinnert in vielem an den Filmklassiker „Die Reifeprüfung“. Erotische Initiation, Schuld, Frauenemanzipation, politische Haltung, Zukunft der Menschheit - all diese Themen spiegeln sich in den Erlebnissen des elfjährigen Jungen, der in diesem Sommer die ganze Schönheit und Grausamkeit der Welt erlebt.

C.H.Beck
Hardcover: 189 Seiten, ca. € 19,95
E-Book: ca. € 15,99


DAS IST DRIN
kein Sommer wie dieser
erste Schritte
auf dem Mond
und in der
Dunkelkammer
der Erotik