Grégoire Delacourt
Das Leuchten in mir
Roman
Aus dem Französischen von Claudia Steinitz

Als Emmas Blick in der Brasserie André auf Alexandre trifft, ist sie noch nicht ganz vierzig, Mutter von drei Kindern, ihre Ehe hat schwere Zeiten überstanden.
Die Begegnung mit Alexandre stellt Emmas Leben auf den Kopf, sie will ihre Familie verlassen, noch einmal von vorn beginnen. Doch dann kommt alles anders. Delacourt hat einen Roman über eine Frau geschrieben, die von dem größten Glück und von unsagbarem Unglück erzählt, von Verzweiflung und Versöhnung, einen Roman, der mitten ins Herz trifft, ohne auch nur im Mindesten schwülstig zu sein.

Manchmal sind es die kleinen, oft überlesenen Worte, die wir von einer Geschichte erinnern und die unser Leben in einem wichtigen Moment bestimmen. Für Emma ist es das »schon« in Daudets Geschichte von Blanquette, der kleinen Ziege, die den sicheren Stall von Monsieur Seguin verlässt, um in Freiheit zu leben, auch wenn sie weiß, dass der Wolf schon auf sie wartet.
Was für eine Frau ist Emma? Sie liebt die Filme von Sautet, die verstörende Sinnlichkeit, das erschütternde Verlangen in diesen Bildern. Sie ist stark und bereit alles zu geben. Nach einer Aussprache mit Alexandre ist sie auch bereit, alles aufzugeben, was ihr bisheriges, glückliches Leben ausgemacht hat. Alexandre und Emma verabreden sich, um gemeinsam fortzugehen. Was dann geschieht, macht alle neu gefassten Pläne in einer Minute zunichte.

Delacourts Roman ist erschütternd in seiner Unbedingtheit, mit der die einzelnen Personen genau das leben, was für sie Liebe bedeutet. Er erlaubt in Sprache, Bildern und formulierten Gedanken tiefste Einblicke in Gefühle, Lebensprägungen und -vorstellungen seiner Figuren. Emmas Geschichte weicht in vielem ab von dem, was wir als normales Leben um uns herum wahrnehmen – und genau das macht die magische Anziehungskraft dieses Romans aus.

Hoffmann und Campe
Hardcover: 272 Seiten, ca. € 20,-
E-Book: ca. € 15,99
Französische Originalausgabe: ca. € 12,45


DAS IST DRIN
eine Frau
deren Leben kippt
atemlos, berührend