Rachel Elliott
Bären füttern verboten
Roman
Aus dem Englischen von Claudia Feldmann

Sydney Smith, Freerunnerin, traut sich erst an ihrem 47. Geburtstag wieder nach St. Ives an die Südküste Englands. Hier starb ihre Mutter, als sie noch ein Kind war, bei einem gemeinsamen Familienurlaub. Die Erinnerung an die Umstände dieses Unglücks sind schmerzlich, besonders für Sydney. Rachel Elliott zeichnet in diesem Familienroman mit sicherer Hand Porträts von ungewöhnlichen Menschen, die tragische Erlebnisse teilen, ohne es zu wissen, und die zum Glück zueinander finden.

Maria hat Talent, wagt es aber nicht, zu malen, denn ihr Mann Jon ist professioneller Kunstmaler, und sie fürchtet seine Stimme. Eigentlich fürchtet sie alles an ihm. Maria wird diejenige sein, die Sydney nach ihrem Sturz findet, und sie wird sie retten.
Belle, Marias Tochter, arbeitet in der Buchhandlung von St. Ives, hat ein gutes Gespür für Literatur und einen sicheren Umgang mit Autorinnen. Aber neben ihrem Kollegen, dem studierten Dexter, fühlt sie sich klein und auch ein wenig einsam. Erst Ruth, Sydneys Lebenspartnerin, traut sich, ihr die Augen zu öffnen.
Sydneys Vater Howard fühlt sich in Marias Gegenwart wohl und freut sich, dass sie ebenso gern Radio hört wie er. Seit dem Tod seiner Frau vor mehr als dreißig Jahren lebt er allein, nicht aus Prinzip, sondern weil es sich einfach nicht anders ergeben hat.

Sydneys Sturz führt sie alle zusammen, diesen bunten Haufen exzentrischer und liebenswerter Menschen. Und plötzlich tun sich für alle neue Wege auf, die Zukunft bekommt eine andere Farbe. Und das alles nur, weil Sydney daneben gesprungen ist. Ein zarter, kluger Roman voller Überraschungen.

mare
Hardcover: 336 S., ca. € 22,-


DAS IST DRIN
zwei Familien
und die Tatsachen
des Lebens:
Liebe, Verlust,
Trauer, Schuld